... Kreisstadt Starnberg

Starnberg ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Oberbayern.

Starnberg liegt rund 25 km südwestlich von München am Nordende des Starnberger Sees und ist ein Ausflugs- und Erholungsort.

 

948/957 wurde Starnbergs heutiger Stadtteil Achheim erstmals urkundlich als „Ouiheim“ erwähnt. 

Der Name „Starnberch“ findet sich dagegen erst 1226. 

1244 folgte die erstmalige Erwähnung von „Starnberch Castrum“, einer Burg, die sich zu diesem Zeitpunkt im Besitz der Grafen von Andechs-Meranien befindet. Nach der Entmachtung der Andechs-Meranier war die Burg ab 1246 im Besitz der Wittelsbacher Herzöge.

Begünstigt durch die 1854 eröffnete Eisenbahnstrecke München–Starnberg entwickelte sich die bis dahin kleine Gemeinde im 19. Jahrhundert zum bedeutendsten Ort am See, dem 1912 die „Allerhöchst genehmigte Einreihung der Landgemeinde Starnberg in die Klasse der Städte mit städtischer Verfassung“ zugesprochen wurde. Begüterte Familien erkannten die Schönheit der Landschaft rund um den Starnberger See und ließen sich am Seeufer die ersten Villen als Sommersitz erbauen.

Unter ihnen war Baurat Johann Ulrich Himbsel, der sich 1827 in Leoni ansiedelte und der als Gründer der Dampfschifffahrt auf dem Starnberger See den eigentlichen Anstoß für die sprunghafte Entwicklung des Dorfes Starnberg in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab. Nach langem Bemühen erhielt er im Jahre 1848 von Maximilian II. die Erlaubnis zum Bau eines Dampfschiffs und einer Eisenbahnlinie zwischen München und Starnberg. Drei Jahre später lief der für 300 Passagiere gebaute Salondampfer „Maximilian“ in Starnberg vom Stapel und zahlreiche Münchner Ausflügler, die mit Kutschen und Stellwagen durch den Forstenrieder Park anreisten, nahmen diese neue Möglichkeit der Freizeitgestaltung begeistert an. Um eine bessere Auslastung des Schiffes zu erzielen, begann Himbsel auf eigene Kosten mit dem Ausbau der Bahnstrecke München–Starnberg. 

Mit dem nun vorhandenen Anschluss nach München veränderte sich Alt-Starnberg auf eine sehr schnelle und beeindruckende Weise. Die Möglichkeit, in der Stadt zu arbeiten und am See zu leben, führte in den kommenden Jahren zu einem regelrechten Bauboom.

Die verbesserte Infrastruktur – 1890 begann man mit der Kanalisation und 1897 nahm das erste Elektrizitätswerk der Gemeinde seinen Dienst auf – zog weitere Bauwillige an, deren Villen und Parkanlagen auf den umliegenden Hügeln das Bild der Landschaft völlig veränderten.

Im Jahre 1900 waren aus den einst 65 Anwesen 384 geworden in denen 4.531 Menschen lebten.

Auch der Ausflugsverkehr hatte sich dank der Bahnlinie sehr stark entwickelt. Nach dem Krieg 1870/71 beförderte der Dampfer „Maximilian“ in drei Jahren eine Million Fahrgäste. Die Flotte wurde in den Jahren 1872, 1878, 1886 und 1890 erweitert, sodass die zur Versorgung der Ausflügler entstandenen Wirtshäuser bald nicht mehr ausreichten, denn mehr und mehr Gäste wollten nicht nur eine Landpartie unternehmen, sondern ihren Urlaub in Starnberg verbringen. 

Für Unterhaltung sorgten Segelregatten, Promenadenkonzerte und vor allem eine luxuriös ausgestattete Badeanstalt. Aus ihr ging 1905 als besondere Attraktion das „Undosa“ hervor, das erste Wellenbad Deutschlands. 1911, auf dem Höhepunkt von Starnbergs Zeit als Seebad und Erholungsort, wurden 1.268 Kurgäste mit 42.000 Übernachtungen und 2.870 Durchreiseübernachtungen registriert.

Da sich aufgrund der kurzen und intensiven Entwicklungsgeschichte vom kleinen Dorf zur Stadt (1912) nie ein eigentlicher Stadtkern entwickeln konnte, veränderten die notwendig gewordenen Abrisse vieler alter Gebäude und die im Stil einer neuen Zeit entstandenen Bauten das Gesicht Starnbergs besonders nachhaltig.

Die heutige Kreisstadt Starnberg hat sich vom Touristenort zu einem breit gefächerten Wirtschaftsstandort und zum kulturellen Zentrum des ihn umgebenden Fünfseenlands entwickelt.

Die Kernstadt (ohne die eingemeindeten Ortsteile) ist inzwischen bei etwas mehr als 11.000 Einwohnern angelangt.

 

Ortsteile der Stadt Starnberg:

  • Hadorf 
  • Hanfeld mit Mamhofen 
  • Leutstetten mit Einbettl, Schwaige und Oberdill 
  • Percha mit Buchhof, Selcha und Heimathshausen 
  • Perchting mit Landstetten, Jägersbrunn und Sonnau
  • Rieden, Mühlthal und Petersbrunn 
  • Söcking
  • Wangen mit Fercha, Schorn, Unterschorn und Wildmoos 

 

Bevölkerungsentwicklun in Starnberg (ab 1978 inklusive Ortsteile)

JahrBewohner
18401.693
18712.433
19004.531
19256.878
19398.291
195014.157
196116.074
197018.036
198719.411
199120.998
199521.340
200122.155
200523.115
201023.148
201522.939

Quelle: Wikipedia

 

  • Kindergärten: 18
  • Grundschulen: 3
  • Mittelschulen: 1 (Mittelschule Starnberg)
  • Gymnasien: 1 (Gymnasium Starnberg)
  • Förderschulen: 2
    (Franziskus-Schule – Schule zur individuellen Lebensbewältigung, Fünfseen-Schule – Schule zur individuellen Lernförderung)
  • Montessorischule (Privatschule)
  • Munich International School (Privatschule)
  • Berufliche Schulen: 2 (Staatliches Berufliches Zentrum Starnberg, IB-Medizinische Akademie Starnberg)
  • Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern (Fachbereich Rechtspflege)
  • Volkshochschule Starnberger See

 

Starnberg liegt an der Bundesstrasse 2, die im Norden der Stadt in die BAB A952 bzw. die BAB A95 übergehen, sowie an der Bahnlinie München - Garmisch-Partenkirchen bzw. der S-Bahnlinie S6.